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Notfallsystem ManV des Märkischen Kreises

ManV: Der Massenanfall von Verletzten und Erkrankten bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss, zum Beispiel bei Eisenbahnunglücken, Bombenattentaten, Lebensmittelvergiftungen oder Flugzeugabstürzen.

 

Man spricht ab einer Anzahl von fünf Verletzten von einem ManV.

 

Das Notfallkonzept ManV wurde vom Märkischen Kreis festgeschrieben. Es soll bei einem Massenanfall von Verletzten, der mit regulärer Rettungsmittelvorhaltung nicht mehr bewältigt werden kann, eine dem Schadenereignis angemessene Alarmierung gewährleisten sowie eine geordnete Zuführung der Einsatzkräfte zum Notfallort ermöglichen.

In erster Stufe wird die Kreisleitstelle bei einem ManV die örtliche Hilfsorganisation alarmieren. Dazu haben einige Rotkreuzgemeinschaften im Märkischen Kreis sogenannte Schnelleinsatzgruppen / Sondereinsatzgruppen (SEG) gebildet, die den kommunalen Rettungsdienst unterstützen.

Der Vorteil ist, dass innerhalb kurzer Zeit zahlreiche ausgebildete Helfer mit Material und Fahrzeugen zur Verfügung stehen um den Rettungsdienst zu entlasten. Allerdings sind die personell und materiellen Ressourcen der einzelnen Rotkreuzgemeinschaften zum Teil sehr unterschiedlich.

Reichen die Ressourcen der örtlichen Hilfsorganisation nicht aus, wird in der nächsten Stufe eine benachbarte DRK-Einsatzeinheiten alarmiert.

ManV-Stufen

Den nachfolgenden Liste können Sie eine stark verkürzte Ausrückeordnung des ManV-Konzept im Märkischen Kreis entnehmen. Das komplette Konzept finden Sie hier (Intern - Passwort geschützt)

ManV-Stufen / Anzahl Verletzte

Kommunaler Regelrettungsdienst

Grundschutz und örtliche HiOrg

Abrollbehälter & Einsatzeinheiten

_____________________________________________________________________________

bis 5 Verletzte

RTW nach Bedarf

KTW nach Bedarf

NEF nach Bedarf

Einzelne Fahrzeuge

-

-

-

-

-

_____________________________________________________________________________

bis 10 Verletzte

3 x RTW

2x KTW

2x NEF

mind. 1x KTW

für Grundschutz +

einzelne Fahrzeuge

örtlich zuständiger

AB- / GW-ManV*

und Einsatzeinheit**

_____________________________________________________________________________

bis 25 Verletzte

8 x RTW

4x KTW

4x NEF

mind. 1x KTW

für Grundschutz +

örtliche HiOrg

örtlich zuständiger

AB- / GW-ManV und

Einsatzeinheit(en)*

_____________________________________________________________________________

bis 50 Verletzte

10 x RTW

6x KTW

6x NEF

mind. 1x KTW

für Grundschutz +

örtliche HiOrg

AB-ManV, AB-Rett +

GW-ManV und vier

Einsatzeinheit(en)*

_____________________________________________________________________________

Bis 10 Verletzte: zusätzl. 1x benachbarte Einsatzeinheit nach Bedarf für Betreuungsaufgaben

ab 11 Verletzten: zusätzl. 1x benachbarte Einsatzeinheit immer für Betreuungsaufgaben; außerdem Besetzung der PASS durch MK + DRK

 

*Erläuterungen

Abrollbehälter (AB) Rettung

AB Rett der Berufsfeuerwehr Iserlohn für BHP-25

Örtliche Zuständigkeit: MK-Nord

Zugewiesene Einsatzeinheit: EE NRW HA 04 DRK (ggf. + benachbarte EE)

Gerätewagen (GW) ManV

GW ManV des MK mit Standort Plettenberg für BHP-25

Örtliche Zuständigkeit: MK Süd-Ost

Zugewiesene Einsatzeinheit: Benachbarte EE

Abrollbehälter (AB) ManV

AB ManV vom Land NRW mit Standort Lüdenscheid für BHP-50

Örtliche Zuständigkeit: MK Süd-West

Zugewiesene Einsatzeinheit: EE NRW MK 03 DRK und EE NRW MK 04 JUH

** Ergänzende Änderung seit 3/2014