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Zusatzausbildung Basisnotfallnachsorge (BNN)

Foto: D. Heithorst / DRK

Immer wieder kommt es zu Notfällen, bei denen Betroffene, Angehörige und/oder Opfer von einem Moment zum nächsten aus den gewohnten Lebensverhältnissen gerissen werden und entweder langfristig oder ggf. kurzfristig eine Veränderung der Lebensgewohnheiten hinnehmen müssen.

Die Reaktionen der Betroffenen, Angehörigen und/oder Opfer sind auf die individuell völlig verschieden bewerteten Ereignisse sehr vielfältig. Ist der erlebte Unfall für den Einen ein leicht und schnell zu verarbeitendes Ereignis, kann es für den Anderen ein Erlebnis sein, das ihn lange beschäftigt und ggf. langfristige körperliche und / oder seelische Schäden auslöst, wenn nicht qualifizierte Hilfe bei der Verarbeitung des Erlebten zum Tragen kommt.

An dieser Erkenntnis setzt das Konzept der Basisnotfallnachsorge an.
Die in der Basisnotfallnachsorge geschulten Einsatzkräfte, in der Regel geeignete Helferinnen und Helfer aus den Betreuungsgruppen der Einsatzeinheiten-NRW, sollen zur ersten Eruierung des Zustandes der nicht offenkundig verletzten Betroffenen, Angehörigen und/oder Opfer mittels eines strukturierten Betreuungsablaufs in Erfahrung bringen, ob die Personen „normal“ auf das zuvor eingetretene unnormale Ereignis reagieren oder ob Auffälligkeiten im Verhalten zu verzeichnen sind.

Je nach Erkenntnisstand soll der Basisnotfallnachsorger dann ggf. die für notwendig befundenen Nachsorgesysteme (Kriseninterventionsdienst, Notfallseelsorger etc.) anfordern und die Betreuung bis zu deren Eintreffen sicherstellen.

Das notwendige „Rüstzeug“ für diese Aufgabe sowie die Erkennung und Unterscheidung von normalen und unnormalen Reaktionen wird dabei in der Ausbildung zunächst theoretisch vermittelt und dann in Rollenspielen trainiert.

Lehrgangsinhalte:

- Die Psychotraumatologie
- Ablauf einer strukturierten Betreuung
- Kommunikation
- Sterben, Trauer und Tod
- Pyschiatrische Notfälle
- Rollenspiele zur strukturierten Betreuung
- Selbstreflektion und Entspannung
- Rechtsgrundagen

Lehrgangsort:

58706 Menden

Auf der Kluse 1

DRK-Heim

Lehrgangsbeginn / -ende:

Samstag und Sonntag jeweils: 9 - 18 Uhr

Teilnehmer:

Die Einsatzkräfte, die eine Basisnotfallnachsorge-Ausbildung durchlaufen wollen, um diese Kenntnisse in späteren Einsätzen dann auch anzuwenden, müssen einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 25 Jahre
    Mit dieser Maßgabe ist weniger das tatsächliche Lebensalter, als viel mehr die für einen fünfundzwanzigjährigen zu erwartende Verhaltensweise gemeint. Bei entsprechender menschlicher Reife und charakterlicher Eignung können auch durchaus Personen unter 25 Jahren teilnehmen.

  • Fachausbildung im Betreuungsdienst
    Als Angehörige der Betreuungsgruppe ist diese Ausbildung verbindlich notwendig.

  • Praktische Einsatzerfahrung
    Um sich entsprechend richtig an Einsatzstellen bewegen zu können und ggf. Einsatzabläufen den zu Betreuenden schildern zu können, ist es unabdingbar, dass Einsatzkräfte der Basisnotfallnachsorge diese Grundlagen kennen und erklären können

  • Mitglied einer Einsatzeinheit
    Da diese Ausbildung für die Betreuungsgruppe der Einsatzeinheiten entwickelt wurde, ist diese Voraussetzung verbindlich. Darüber hinaus können natürlich auch andere Formationen diese Ausbildung durchlaufen (Rettungsdienst etc.).

  • Keine Führungstätigkeit im konkreten Einsatz
    Das Personal, welches in Einsatzlagen mit Führungsaufgaben beschäftigt ist, kann aufgrund der Notwendigkeit zu ständigen Erreichbarkeit auf keinen Fall zeitgleich auch Basisnotfallnachsorge anwenden. Dieser Grundsatz schließt nicht aus, dass es empfehlenswert wäre die Führungskräfte, zumindest des Betreuungsdienstes, auch in Basisnotfallnachsorge zu schulen, so dass diese um die Möglichkeiten und Grenzen der Nachsorge wissen.


 

Info für die Teilnehmer:

In den Einsatzeinheiten NRW sind 4 Helfer als BNN'ler vorgesehen.

Ausbilder:

Stephan Elend

Ausbilder

Tel: -
s.elend[at]drk-kv-allued[dot]de

 

 

Dirk Fischer

Ausbilder

Tel: 0175 - 93 26 242
d.fischer[at]drk-kv-allued[dot]de